2. Petrusbrief 1,19

„Jetzt geht mir ein Licht auf!“. So sagen wir, wenn wir etwas nicht verstanden haben und uns plötzlich eine ganz neue Einsicht geschenkt wird, eine Erleuchtung.

Immer wieder kommen wir in Situationen, in denen wir solche Lichtblicke brauchen. Licht gegen finstere Absichten und düstere Prognosen. Licht gegen Unklarheit und Ratlosigkeit, Angst und Sorge.

Wir erwarten ja gar nicht, dass sich alle Probleme augenblicklich in Luft auflösen. Aber wir wollen die Gewissheit, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt.

Das prophetische Wort. Der Schauspieler und Kabarettist Dieter Hildebrandt hat einmal gesagt: „Es ist heute leicht, Prophet zu sein, denn es trifft alles ein, was man befürchtet.“ Aber das prophetische Wort, von dem Petrus spricht, ist etwas anderes. Es ist ein Wort der Hoffnung, der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, der Hoffnung auf Gottes Reich.

Manchmal haben wir den Eindruck, dass finstere Mächte die Welt regieren und alles im Chaos zu versinken droht. Aber Propheten sehen tiefer. Das prophetische Wort sagt: Gott sitzt am längeren Hebel. Und alles läuft auf ihn zu.

Deshalb dürfen wir uns hier und heute schon ihm anvertrauen. Wenn wir diese Botschaft aufnehmen und ihr unser Vertrauen schenken, wirkt sie in uns. Dann geht uns ein Licht auf.