Apostelgeschichte 26,22

Das Bekenntnis eines Verfolgten. Paulus steht vor einem römischen Statthalten, einem Vasallenkönig und prominenten Gästen. Er berichtet von den Mordanschlägen, die man gegen ihn versucht hat, und erklärt den Anwesenden, dass er durch Gottes Hilfe überlebt hat, nun vor ihnen steht und auch weiterhin vor „Groß und Klein“ für seine Überzeugungen eintreten wird – koste es, was es wolle.

Dass man sich mit ganzer Kraft für die Dinge einsetzen muss, die es wert sind, hat auch Marie Curie, polnisch-französische Physikerin und Chemikerin, zweifache Nobelpreisträgerin (1903 und 1911) betont, die vor 150 Jahren geboren wurde – und als Frau besonderen Herausforderungen begegnet ist. Sie schrieb:

„Leicht ist das Leben für keinen von uns. Doch was nützt das, man muss Ausdauer haben und vor allem Zutrauen zu sich selbst. Man muss daran glauben, für eine bestimmte Sache begabt zu sein, und diese Sache muss man erreichen, koste es, was es wolle.“

Der römische Statthalter meinte damals übrigens, dass Paulus „von Sinnen“ ist. Welche Meinung haben wir von Leuten, die sich gegen Widerstände für ihre Überzeugungen einsetzen?