Festgottesdienst „125 Jahre Adventisten in Frankfurt am Main“

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit …“ Von diesem Mottolied umrahmt haben wir uns am Sabbat, den 5. Dezember, mit dem Weg unserer Gemeinde durch die Zeit befasst. Anlass war, dass Gerhard Perk im Jahr 1890 in unserer Stadt damit begann, adventistische Glaubenslehren zu verkündigen.

In seinem von traditionellen Chorliedern umrahmten Festvortrag skizzierte Walter Bromba den Weg von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei hob er die Besonderheiten Frankfurts hervor und wies u.a. darauf hin, dass Frankfurt schon immer säkularer als andere Städte war – mit der Folge, dass adventistische Evangelisten allgemein-christliche Überzeugung nicht als selbstverständliches Allgemeingut voraussetzen konnten, sondern das Evangelium von Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen mussten und unser Schriftzug „Christus – Mitte unseres Lebens“ daher alles andere als zufällig ist (vgl. den Vortrag unter NACHGEDACHT-PREDIGTEN und die tabellarische Übersicht unter UNSERE KIRCHE/AUS UNSERER GESCHICHTE).

Passend zu diesem von Historie geprägten Gottesdienst wurden fünf Taufjubilare gewürdigt. Sie hatten sich vor 50 beziehungsweise vor 70 Jahren taufen lassen. Jeder konnte von besonderen Umständen berichten – am dramatischsten sicher der Bericht über einen Taufgottesdienst, der aufgrund eines Fliegeralarms vorzeitig beendet werden musste – und ein Bibelwort nennen, das ihm in seinem Glaubensleben besonders wichtig geworden ist.

Um die jüngere Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft ging es dann in den Beiträgen der Gemeindeleitung, der Jugendleitung und der Pfadfinder. Danach kommt es entscheidend darauf an, wie wir künftig mit unterschiedlichen theologischen und kulturellen Traditionen umgehen und der jüngeren Generation Raum zur Mitgestaltung des Gemeindelebens einräumen.

In der anschließenden Predigt, wohl einer der kürzesten, die je in unserer Gemeinde gehalten wurden, stellte Pastor Michael Mainka das Wort aus Hebräer 13,8 in den Mittelpunkt: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Christus geht mit uns durch die Zeit und reißt immer neue Horizonte auf. Daher können wir nicht besseres tun, als ihn in den Mittelpunkt unserer Verkündigung zu stellen. Wir müssen mit der Zeit gehen – und können das, weil Christus mit uns geht und uns vorangeht (vgl. die Predigt unter NACHGEDACHT-PREDIGTEN).