Rückblick: Open Air Gottesdienst in der Johannis-Kirchenruine in Oberursel-Weißkirchen

Früher nannte man es „Waldgottesdienst”, auch wenn es nicht immer ein Gottesdienst im Wald war. „Freiluft-Gottesdienst” war ein anderer Begriff.
Heute heißt es „Open Air”. Es geht um einen Gottesdienst unter freiem Himmel, auch wenn er in diesem Fall in den Mauern der historischen Kirchenruine stattfand. Der Blick zum Himmel ist nämlich offen: das Dach ist – bis auf Chor und Sakristei – nicht mehr vorhanden. Sonnensegel schützen vor der Hitze.
Zusammen mit der Gemeinde Oberursel war die Gemeinde Frankfurt-Zentrum schon zum dritten Mal dort.
Es war auch diesmal ein Sabbat der Generationen. Den musikalischen Beitrag leistete auf vielfältige Weise vor allem die Jugend, technikaffin hatte sie auch dafür gesorgt, dass Gesang, Musik und Sprache die Mauern füllten.
Pastor Michael Mainka (siehe Predigt unter „Nachgedacht“) verwies auf die biblischen Zeiten, in denen schon Gesang und Musik eine freudige Antwort „des Herzens“ auf das erfüllt sein von Gottes Geist gewesen ist. Christen dürfen dankbar leben – und jede Generation mit ihren Ausdrucksformen auf ihre Weise neu.
Natürlich gehörte nach dem Gottesdienst auch das gemeinsame Mahl – besser Picknick oder Potluck – dazu. Alle die konnten, hatten (genügend) mitgebracht, auf dem Tisch fand sich so eine phantastische Auswahl.
Damit dieser Sabbat der Begegnung auch nicht gleich so schnell zu Ende ging, hatte die Jugend schon eine kleine Wanderung vorbereitet. Nach fünf Kilometern gab es für die Unentwegten sogar Kuchen und erfrischendes Wasser.
Die himmlischen Regenschleusen der Nacht hatten sich früh genug geschlossen, der Regen kam erst wieder, als der Pastor sich nach der Wanderung verabschiedete. (wb)